Transkathetertechnologie - Nutzen und Risiken

Diese minimalinvasive Technik ermöglicht die Implantation eines neuen Klappenersatzes in das schadhafte Conduit, ohne dass dazu der Brustkorb geöffnet und das Herz angehalten werden muss, und vermeidet damit die Strapazen einer großen Operation. Allerdings können Risiken und Komplikation nicht ganz ausgeschlossen werden. Nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf, wenn Sie Symptome verspüren, die auf Komplikationen hindeuten könnten.

Nutzen

Die Melody Transkatheter-Herzklappe trägt dazu bei, die Anzahl der Operationen zu reduzieren,  denen sich ein Patient mit angeborenem Pulmonalklappenfehler im  Laufe seines Lebens unterziehen muss. 1 Die Melody Transkatheter-Herzklappe kann schon früh eingesetzt werden und so – ohne die oftmals mit einer Operation verbundenen Komplikationen – zu einem besseren Behandlungsergebnis führen.1 Außerdem kann die Klappe dazu beitragen, die Dauer eines Aufenthaltes auf der Intensivstation nach der Operation zu verkürzen und die Risiken der bei Nachoperationen oftmals auftretenden Blutungen zu minimieren.2

Nach dem Eingriff, der üblicherweise einige Stunden dauert, wird die Narkose ausgeleitet und der Patient in den Aufwachraum überführt. Im Normalfall ist nach dem Eingriff kein Aufenthalt auf der Intensivstation notwendig und der Patient kann das Krankenhaus innerhalb von zwei Tagen verlassen.

Risiken

Die Implantation einer Transkatheter-Herzklappe als Pulmonalklappenersatz ist nicht unbedingt für alle Patienten mit angeborenem Pulmonalklappenfehler geeignet.

Verschiedene Bedingungen müssen erfüllt sein:

  • Am wichtigsten dabei ist, dass die Transkatheter-Klappe überhaupt platziert und aufgedehnt werden kann. Dabei ist unter anderem die Größe der Gefäße wichtig. Der Patient sollte nicht jünger als fünf Jahre alt sein und mindestens 30 kg wiegen. Die bisherige Erfahrung zeigt allerdings, dass die Patienten sich in der überwiegenden Mehrzahl im Jugendlichenalter befinden.
  • Da die Klappe mit Druck im Gefäß befestigt werden muss, muss schon vorher ein künstliches Gefäß (Conduit) vorhanden sein. Das kann sowohl eine menschliche Spenderklappe (so genannter Homograft) als auch eine biologische künstliche Klappe in einer Dacron-Röhre sein. Die Implantation in eine natürliche Pulmonalarterie ist nicht möglich, da das Gewebe des Gefäßes zu sehr nachgeben würde.
  • Der Herzinnendruck, die Abmessungen eines zuvor zwischen der rechten Herzkammer und den Lungenarterien implantierten Conduits und die Lage der das Herz mit Blut versorgenden Koronararterien müssen sorgfältig begutachtet werden.

In der Vorbesprechung mit dem Arzt wird überprüft, inwieweit alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Bei der Transkatheter-Pulmonalklappe Melody handelt es sich um eine vorübergehende Lösung. Sie dient dazu, die Anzahl der Operationen, denen sich ein Patient im Laufe seines Lebens zu unterziehen hat, zu minimieren. Mit dem normalen Wachstum und der Entwicklung des Körpers kommt es zu Veränderungen in der Struktur und Größe des Herzens, die weitere Eingriffe erforderlich machen. Der Arzt gibt Ihnen gerne  Auskunft zur weiteren Behandlung.

Quellenangaben

1. Coats L et al., The potential impact of percutaneous valve stent implantation on right ventricular right flow tract re-intervention. European Journal of Cardiothoracic Surgery. 2005; 27:536-543.
2. Khambadkone S., Bonhoeffer P.,Non-Surgical Pulmonary Valve Replacement: Why, When and How? Catheterisation and  Cardiovascular Interventions. 2004;62:401-408.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich also für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

Letzte Aktualisierung: 18-05-2011

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